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TectoPass oder Bürge: Was sind die Unterschiede beim Mieten?

Der Bürge verpflichtet sich, anstelle des Mieters zu zahlen, falls dieser ausfällt. Der TectoPass beweist die Zahlungszuverlässigkeit des Mieters selbst. Ein klarer Vergleich.

Par Mervyn Jespers

Um einen Vermieter zu beruhigen, hat ein Mieter mehrere Möglichkeiten. Zwei davon werden oft verglichen: der Bürge und der TectoPass. Dabei spielen sie völlig unterschiedliche Rollen. Der eine ist eine Absicherung im Falle eines Zahlungsausfalls, der andere ist ein Nachweis der Zuverlässigkeit. Hier erfahren Sie, wie man sie unterscheidet.

Der Bürge: Eine Absicherung im Falle eines Zahlungsausfalls

Ein Bürge (oder eine Bürgschaft) ist eine Person oder manchmal auch eine Organisation, die sich schriftlich verpflichtet, die Miete anstelle des Mieters zu zahlen, falls dieser nicht zahlt. Es handelt sich um eine finanzielle Garantie: Sie greift nachträglich, wenn ein Zahlungsproblem auftritt.

Der Bürge hat bekannte Grenzen. Man muss eine zahlungsfähige Person finden, die bereit ist, sich zu verpflichten, ihre Nachweise zusammentragen, und der Vermieter muss seinerseits diese Unterlagen prüfen. Das alles kostet Zeit, und ein Mieter ohne nahestehenden Bürgen kann blockiert werden, selbst wenn er seine Miete perfekt zahlt.

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Der TectoPass: Ein Nachweis der Zuverlässigkeit

Der TectoPass ersetzt keinen Bürgen und verpflichtet sich nicht, anstelle von jemandem zu zahlen. Er beantwortet eine andere Frage, und zwar im Vorfeld: Hat dieser Mieter die Gewohnheit, seine Miete regelmäßig zu zahlen?

Der TectoPass basiert auf dem Tecto Score, der die tatsächliche Zahlungshistorie der Miete über Open Banking analysiert, mit Zustimmung des Mieters. Das Ergebnis ist ein offizielles Dokument mit QR-Code, das der Mieter direkt mit dem Vermieter oder der Agentur teilt.

Vergleichstabelle

| Kriterium | Bürge | TectoPass | |--------|--------|-----------| | Art | Finanzielle Verpflichtung einer dritten Person | Nachweis der Zuverlässigkeit des Mieters | | Zeitpunkt | Greift nach einem Zahlungsausfall | Informiert vor der Unterzeichnung | | Basiert auf | Der Zahlungsfähigkeit des Bürgen | Der tatsächlichen Mietzahlung des Mieters | | Abhängigkeit | Benötigt eine dritte Person, die bereit ist, sich zu verpflichten | Autonom, der Mieter liefert seinen eigenen Nachweis | | Wiederverwendbar | Nein, muss bei jeder Anmietung neu gemacht werden | Ja, von einer Bewerbung zur nächsten teilbar |

Muss man sich für das eine oder das andere entscheiden?

Die beiden schließen sich nicht gegenseitig aus. Ein Mieter kann einen TectoPass vorlegen, um seine Zuverlässigkeit zu beweisen, und ein Vermieter kann dennoch je nach seiner Politik einen Bürgen verlangen. Der Unterschied besteht darin, dass der TectoPass eine verifizierte und sofortige Information liefert, während der Bürge eine bedingte Absicherung bleibt, die auf einer dritten Person beruht.

Für einen Mieter ohne verfügbaren Bürgen ist der TectoPass besonders nützlich: Er ermöglicht es, seine Seriosität auf der Grundlage von Fakten zu beweisen, anstatt von der Verfügbarkeit einer nahestehenden Person abhängig zu sein.

Zusammenfassung

Der Bürge ist ein Sicherheitsnetz im Falle einer Nichtzahlung. Der TectoPass ist ein Nachweis im Vorfeld, dass der Mieter seine Miete regelmäßig zahlt. Der erste gibt Sicherheit über die Folgen eines Zahlungsausfalls, der zweite reduziert das Risiko, dass er überhaupt eintritt. Immotecto bietet den TectoPass in 9 europäischen Ländern und in 6 Sprachen an, heute kostenlos für Mieter.

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